Injera & Teff: Das glutenfreie Nationalbrot Äthiopiens

Injera ist Teller, Besteck und Grundlage zugleich. Wir erklären, warum das fermentierte Teff-Fladenbrot so besonders und von Natur aus glutenfrei ist.

Kein Gericht der äthiopischen und eritreischen Küche kommt ohne sie aus: die Injera. Das große, weiche Fladenbrot mit der typisch schwammigen Oberfläche ist das Herzstück jeder Mahlzeit.

Was ist Teff?

Injera wird traditionell aus Teff gebacken – einem winzigen Getreidekorn, das seit Jahrtausenden im äthiopischen Hochland angebaut wird. Teff ist von Natur aus glutenfrei, reich an Eisen, Kalzium und Ballaststoffen und damit ein bemerkenswert nährstoffreiches Grundnahrungsmittel.

Die Kunst der Fermentation

Aus Teffmehl und Wasser entsteht ein Teig, der zwei bis drei Tage fermentiert. Diese natürliche Gärung gibt der Injera ihren charakteristisch leicht säuerlichen Geschmack. Anschließend wird der Teig dünn auf eine große, runde Platte gegossen. Beim Backen steigen kleine Bläschen auf und bilden die typischen Löcher – perfekt, um würzige Saucen aufzusaugen.

Teller, Besteck und Verbindung

In Äthiopien und Eritrea isst man ohne Messer und Gabel. Die Injera wird auf einem großen gemeinsamen Teller ausgelegt, die Gerichte darauf angerichtet. Man reißt kleine Stücke ab und greift damit das Essen. So wird jede Mahlzeit zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.

Bei Lalibela servieren wir alle Gerichte auf frischer Injera – und auf Wunsch auch glutenfreie Varianten. Wer sie zum ersten Mal probiert, entdeckt eine völlig neue Art zu essen: mit den Händen, miteinander, vom selben Teller.